Fortuna lächelt, doch sie mag nur ungern voll beglücken: Schenkt sie uns einen Sommertag, schenkt sie uns auch Mücken. Wilhelm Busch
Das Gartenjahr läuft zur Hochform auf
Die Blütenstauden haben jetzt ihren schönsten Auftritt. Nie ist die Fülle üppiger als im Sommer.
Kann man jetzt noch pflanzen? Sicher. Was im Topf kultiviert worden ist, hat einen kompakten Wurzelballen und kann problemlos im Sommer gesetzt werden.
Achtung beim Giessen. Zuviel ist genau so ungesund wie zu wenig. Die Wurzeln der Landpflanzen brauchen Luft zum Atmen. Nur giessen, wenn sich der Wurzelballen trocken anfühlt oder die Pflanze zu welken beginnt. Dann aber durchdringend. Eine Mulchschicht aus Rindenkompost hilft, den Wasser- und Temperaturhaushalt des Bodens zu regulieren. Sie verhindert auch das Keimen von unerwünschtem Kraut, versorgt den Boden mit Humus und gibt dem Garten eine gepflegtes Aussehen.
Pflegearbeiten
- Ziergehölze und Kletterpflanzen, die früh geblüht haben, sollen jetzt ausgelichtet werden (z.B. Frühlingsflieder, Forsythia, einmal blühende Strauchrosen, früh blühende Waldreben).
- Blütenstauden, vor allem hoch wachsende wie Rittersporn oder Stockmalven anbinden. Verblühtes zurückschneiden. Viele Stauden remontieren dann sehr schön bis zum Spätsommer. Nach dem Schnitt immer etwas Nahrung geben (Kompost oder organischen Dünger).
- Auf Schädlinge achten. Wenn eine Pflanzen ohne ersichtlichen Grund welkt, ist mit grosser Wahrscheinlichkeit die Wurzel von einem Käfer oder einer Krankheit befallen. Da hilft nur austopfen bzw. ausgraben und genau nachsehen.
- Hecken schneiden. Nicht bei praller Sonne und nach Trockenperioden; sonst bekommen die Blätter Sonnenbrand.
- Rosen: Verblühtes abschneiden bis zum ersten fünfteiligen Blatt. Gegen Pilzkrankheiten regelmässig spritzen. Blattläuse verschwinden von selbst dank gefrässigen Marienkäferlarven.
